Hartz - 511
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Der Königsweg zum Grundeinkommen

„Nichts kann eine Sache geschehen machen, so lange die Zeit nicht gekommen ist,
doch nichts kann Sie verhindern, wenn die Zeit gekommen ist.“
Richard Bach, Möwe Jonathan
 
Die Frage, ob es einen Königsweg zum Grundeinkommen gibt, mag vermessen erscheinen, doch die Erreichung dieses Zieles allein verdient es, königlich genannt zu werden. Wenn es einen Königsweg gibt, dann beginnt er also in der unerschütterlichen Überzeugung, dass dieses Ziel erreicht wird und eben in der Verbreitung dieser Überzeugung mit einer entsprechenden Entschlossenheit und Begeisterung. Ein Volk, dessen Schöpferkraft von Begeisterung genährt wird, leistet ein Vielfaches dessen als ein solches, das unter Zwang steht, bzw. untereinander und gegeneinander ausgespielt wird! Zudem ist Begeisterung der Garant für die Überwindung von Politikverdrossenheit. Völker, die zum Mitmachen und Mitdenken seitens der Politik aufgefordert werden, werden dies gebührend danken. Die Frage, die offen bleibt, ist die, wer im Stande ist, diesen Paradigmenwechsel zu initiieren?
 
Insbesondere muss – zumindest im Vorfeld - gerade auch für „kopflastige“ Menschen ein Weg gefunden werden, wie sich ein Bedingungsloses Grundeinkommen rechnet. Dabei ist allerdings eine ganzheitliche Vorgehensweise unumgänglich. Alfred Herrhausen forderte den Glasnost für den Kapitalismus. Gefragt ist also eine Vision einer Ökonomie von Morgen, sei es „nur“ in Form einer nationalen Volkswirtschaft oder in Form eines Weltwirtschaftsmodells. Das Bedingungslose Grundeinkommen will als Herzstück einer kommenden Ökonomie verstanden werden. Diese Ökonomie wird sich allerdings von der heutigen unterscheiden, wie die Fortbewegung mit dem Auto von jener mit dem Flugzeug. Visionäre mit weitreichendem Blick sind gefragt. Es hat keine Aussicht auf Erfolg, die Idee des Grundeinkommens auf dem Fundament eines Systems zu verwirklichen, das Ausdruck eines überholten Denkens ist. Die gegenwärtige Straßenverkehrsordnung sieht eben auch keine Start– und Landebahnen für Menschen vor, denen es nach Fliegen zu Mute ist.
 
Das Bedingungslose Grundeinkommen als Herzstück einer Ökonomie von Morgen ist zugleich das Resultat einer Weltsicht und eines Menschenbildes, das einer Herrschaft der Weisen nahe kommt, wie sie Platon skizziert. Platon spricht aber auch von den Tyrannenherrschern, die maßgeblich eben jenes Weltbild repräsentieren, wie wir es auch bei den heutigen Machtstrukturen vorfinden. Anders ausgedrückt; es macht wenig Sinn, eine Herrscherelite von Ausbeutern und Unterdrückern zu bekehren, sie mögen es doch gut mit den Menschen meinen. Letztlich gründet die Herrschaft jener Herrscher auf der Funktion von Krisengewinnern und dem Herrschaftsprinzip von Teile und Herrsche. In der kommenden Zivilisation herrscht exakt das umgekehrte Herrschaftsprinzip von Herrsche und Teile – Herrsche über Dich selbst und Teile mit allen.
 
Die Vision des Grundeinkommens wird in der Hinsicht epidemisch, als dass der herrschende Zeitgeist oder das kollektive Unbewusste sich zum positiven hin verändert. Unter der Frühlingssonne schmilzt schließlich jeder Schneemann, bzw. schmilzt die zur Salzsäule erstarrte Herrschaft der heute Mächtigen.
 

KEINE GLEICHMACHEREI – genau das GEGENTEIL trifft zu.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist keineswegs eine sozialistische Gleichmacherei, sondern fördert vielmehr die Bildung einer natürlichen Elite. Diese Natürliche Elite wiederum ist sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Volk vollends bewusst und führt diese nicht nur mit klarem Verstand, sondern auch mit Liebe. Die Herrschaft der wahrhaftig Weisen erkennt man daran, dass die Herrscher ihr Volk lieben wie die eigenen Kinder.
 
Dennoch bleibt ein Vakuum zwischen dem HEUTE und dem MORGEN, das gefüllt werden will. Alle vermeintlichen Gegner sollten zum Mitdenken aufgefordert werden, eine Welt der Zukunft zu erschaffen. In dem Maße, wie eben jene Gegner erkennen, dass sie dazu nicht im Stande sind, sortieren sie sich selbst aus der Reihe der Zukunftsfähigen aus.
 
Gehen wir nachstehend aber einfach einmal davon aus, dass die Bundesrepublik Deutschland, die EU und der Euro einfach noch eine Weile weiter bestehen – und halten dennoch einen Plan „ B“ im Hinterkopf, falls dies nicht der Fall ist – und das Grundeinkommen in einem neuen Staat quasi von heute auf morgen umzusetzen wäre… Man müsste dann wohl von den Wirren einer großen Wende sprechen. Eben einen solchen Paradigmenwechsel wird diese Wende auslösen, offen ist nur der Zeitpunkt... Dann gilt der Grundsatz: Die Arche muss fertig sein; bevor das Wasser kommt!
 

Krise = Chance

Die Hartz - Gesetze und die Agenda 2010 sind ein einziger Offenbarungseid der Herrschenden, bzw. der Versuch, d.h. eine Symptombehandlung, ein nicht überlebensfähiges System aufrecht zu erhalten. Dennoch gibt es in der gegenwärtigen Gesellschaft ein enormes Potential an echten Reformen, d.h. an potentiellen Reformen, die diesen Namen auch verdienen. Das Grundeinkommen eröffnet hier völlig neue Chancen, gerade auch in Bezug auf die Bildung entsprechender Verwaltungsorgane.
 
Nehmen wir das Beispiel des ehemaligen „Bundesamtes für den Zivildienst“. Würden alle Jobcenter und Arbeitsagenturen nach dem Vorbild des „Bundesamtes für den Zivildienst“ zu einem Bundesamt (oder mehreren Landesämtern) für den SOZIAL– und GEMEINSCHAFTSDIENST umstrukturiert, ergebe sich ein phantastischer Kompromiss.
 
  1. Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens A für jeden Bürger in Höhe von (derzeit) 1000,- Euro nebst zusätzlicher freier Heilfürsorge („Nachbarbaustelle“). Pro Kind gäbe es ein Grundeinkommen von 500,- Euro.
  2. Das Recht auf Arbeit in Form eines „Grundeinkommens B“ von zusätzlichen 1000,- Euro – gegen Ableistung einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst, bzw. im sozialen Sektor von ca. 25 Stunden wöchentlich. Während Zeiten einer notwendigen Ausbildung erhält die so tätige Person einen Betrag von insgesamt 1500,- Euro (Grundeinkommen AB).
    Für voraussichtlich weniger beliebte Tätigkeiten müssten / sollten entsprechende Zuschläge zum Grundeinkommen B gezahlt werden. Wie beim Bundesamt für den Zivildienst, könnten die so Beschäftigten sich ihre Arbeitsstelle selbst über entsprechende Trägerstellen aussuchen. Zur Gegenfinanzierung könnte der „Beamtenmoloch“ auf ein Minimum reduziert werden. Mit Ausnahme der Polizei ist ein Beamtenstatus zu 95 % überflüssig.
  3. Ein Grundeinkommen C für nicht arbeitsfähige Menschen, bzw. Menschen ab 60. In Höhe von 1500,- Euro.
 
Die jeweiligen Grundeinkommen wären automatisch einer Inflationsrate bzw. den Steigerungen der Abgeordnetendiäten anzupassen. Im Grunde wäre aber die Tätigkeit des Abgeordneten und deren Bezahlung auch dem SOZIAL– und GEMEINSCHAFTSDIENST hinzuzurechnen.
 

„DIE SACHE“ rechnet sich!

Schon mittelfristig könnte der öffentliche Dienst und damit eine irrsinnige Verwaltungsbürokratie auf ein Minimum zurückgefahren werden. Man muss zunächst gar keine finanzmathematische Berechnung anstellen, addiert man alle Faktoren zusammen, ergibt sich ein gigantisches Einsparpotential.
  • Der öffentliche Dienst und das Berufsbeamtentum könnten schrittweise abgebaut und auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.
  • Da jeder Mensch ein ausreichendes Einkommen hätte, würde dies den Wirtschaftskreislauf nachhaltig stabilisieren und für ein entsprechendes Steueraufkommen sorgen. Darüber hinaus hätte jeder arbeitsfähige Mensch ja ausreichend Zeit für ein Zusatzeinkommen.
  • Kosten für Reibungsverluste durch Kriminalität und sozialer Verelendung nebst Folgekosten würden ebenfalls stark zurückgehen.
  • Zusätzlich könnte das Bundesamt /Landesamt für den SOZIAL- und GEMEINSCHAFTSDIENST mittels einer Komplementärwährung und einer staatlich dosierten, an eine Wertschöpfung angepassten Geldschöpfung, die Infrastruktur auf Hochglanz bringen und so auch für die freie Wirtschaft Beschäftigungsimpulse setzen…
 
Die freie Wirtschaft wäre an einen indirekten Mindestlohn von ca. 1000,- Euro* monatlich bei einer 25 Stunden Woche gebunden, könnte aber zusätzliche Motivationsansätze durch eine Erfolgsbeteiligung gewähren…
*In Einzelfällen, d.h. Tätigkeiten, die besonders gefragt sind, bzw. Freude bereiten, könnte dieses Einkommen auch unter 1000,- Euro liegen.
 
Je mehr das Thema insgesamt vorankommt, desto mehr werden weitere Perspektiven und Möglichkeiten der Optimierung dieser Idee sich eröffnen… Dies gilt auch für die Entwicklung eines entsprechend innovativen Steuersystems, dem auch kein kluger Mensch sich entziehen würde, wenn er erst einmal den Nutzen erkannt hat, dass auch ihm das Leben in einer harmonischen Gesellschaft ermöglicht. Statt nur alle 4 Jahren zu Wahlen aufzurufen, könnte die Regierung ständig Ideenwettbewerbe* für eine Optimierung des Staatswesens ausschreiben und die besten Ideen auch entsprechend prämieren. Dies würde sogar die Arbeit der Politiker entlasten.
*Natürlich kann auch ein Wirtschaftsunternehmen die Idee der Ideenwettbewerbe aufgreifen…
 

PLAN C

Die hier nur kurz skizzierten Zahlen wären um einen massiven Faktor zu Gunsten eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu erweitern. In einer Herrschaft der Weisen liegt das Geldschöpfungsmonopol mit Sicherheit in der Hand des Staates. Kein Staat der Welt müsste sich mit einem Cent, einer Rupie oder einem Rubel verschulden. Es gäbe keine Finanzmärkte, die je nach belieben ganze Branchen oder gar nationale Volkswirtschaften ruinieren könnten. Das Paradigma von GELD regiert die WELT würde sich wandeln, in ein VERNUNFT regiert die WELT.
 
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