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Stiftung?

Was können Stiftungen bewirken?

Ein Stifter kann, bzw. Zustifter können mit Ihrem Vermögen, bzw. mit ihren Zustiftungen aktiv Zukunft gestalten; Stiftungen bündeln (unternehmerische) Kreativität und Mildtätigkeit und können somit unendlich viel mehr bewirken als politische Institutionen...
 
Kerngedanke der Stiftung ist die Entsagung persönlicher, materieller Interessen. Somit bietet die Stiftung einen natürlichen Gegenpart zum Lobbyismus, der ohne Eigennutz prinzipiell nicht vorstellbar ist. Eine Stiftung, eine entsprechende Satzung vorausgesetzt, steht auch den typischen Interessen eines Raubtierkapitalismus entgegen und stellt die Sinnfrage über die reinen Vermögensinteressen. Das ist letztlich auch eine Frage des Weltbildes der beteiligten Personen, sowie der Erkenntnis um die Funktion des (zur Zeit noch) bestehenden Geldsystems.
 
Einer der großen Stiftungsexperten, Benediktus Hardorp, stellt bezüglich der Aktivitäten der Stiftungen eine Kernfrage: „Wird etwas Sinnvolles geschaffen oder nur Vermögen an – oder festgelegt... Hütet Euch vor der materiell gedachten Ewigkeit, die nicht sterben will... Das wahre Leben geht durch Tod und Auferstehung, es ist ein Stirb und Werde.“ Hier geht es zum Text: Was vermögen Stiftungen
 
Es ist also eine Frage des Menschenbildes, der Weltsicht, des Bewusstseins des Individuums. Orientieren wir uns dabei doch einfach an Johann Wolfgang von Goethe:
„Oh Seele wie gleichst Du den Wassern, dass Du nicht enden kannst, das macht Dich groß, dass Du nie beginnst, dies ist Dein Los, Dein Lied ist drehend wie das Sternengewölbe, Anfang, Mitte, Ende immerfort dasselbe. Doch wenn Du dies nicht kennst; dieses Stirb und Werde, bist Du nur ein trüber Gast auf dieser dunklen Erde...“
 
GELD INVESTIEREN ist insbesondere auch eine SCHICKSALSFRAGE! Wer bei seinem Vermögen (fast) ausschließlich an dessen Vermehrung (um jeden Preis) denkt, ist sich definitiv nicht der Tatsache bewusst, das Vermögen, bzw. Geld auch eine Schicksalsfrage ist. Wer von einem Menschenbild ausgeht, dass nach dem Tod alles aus ist, ist daher versucht; „Alles“ in diesem einen Leben zu erreichen. Das ist auch die Folge des Sozialdarwinismus, einer dem Untergang geweihten Weltsicht.
 
So stellt Dr. Hardorp dann auch fest: „Aller materielle Vermögensbesitz, alles feste Eigentum, ist – sozial gesehen – gar nicht so fest und sicher, wie es zu sein scheint. Die Herausforderung unserer Gegenwart ist viel mehr: die altrömische, sich absolut dünkende Illusion, die mit dem Eigentum auf dem man sitzt (Be-sitz) verbunden ist, schrittweise einzuschränken und am Ende zu überwinden".
 
Eine Stiftung ist, so stellt Hardorp fest, ein ENGEL der GEMEINSCHAFT, denn der Stifter ist rechtlich aus der Eigentümerposition ganz zurückgetreten...
 
Gerade in Zeiten höchst fragiler Währungssysteme und einer sich selbst maßlos überschätzenden Finanzelite muss jeder weiter denkende Mensch in Bezug auf noch vorhandene materielle Vermögenswerte zu der Erkenntnis gelangen: ALLES ist RISIKOKAPITAL!
 
Die gut durchdachte und sinnvolle Verwertung von Vermögenswerten für einen guten Zweck erschafft hingegen in jedem Falle ein gutes Schicksal für den Betroffenen, mitunter sogar noch im gegenwärtigen Leben; denn LEBENSFREUDE ist die größte RENDITE...